TamedAI – Gezähmte Künstliche Intelligenz für Unternehmen

Essen, 23.03.20. Künstliche Intelligenz (KI) ist keine neue Technologie. Allerdings profitieren wir zunehmend von ihren Fähigkeiten. Selbst im Alltag nutzen wir bereits heute eine Vielzahl von KI-Anwendungen, ohne es wirklich zu merken: Sprachverarbeitung, Kreditkartenprüfung und Spam-Filter sind nur einige Beispiele. Doch wie genau die Technologie in Unternehmen sinnvoll eingesetzt werden kann und wann sie echte Vorteile bringt, ist nicht immer klar. Mitarbeiter des Lehrstuhls für Software Engineering (Universität Duisburg-Essen), Ole Meyer und Nils Schwenzfeier, haben deshalb die TamedAI GmbH gegründet, um für Kunden aus der Wirtschaft produktive KI-Komponenten zu entwickeln, die sich auch wirtschaftlich lohnen. Ihre Plattform mit vorkonfigurierten KI-Modellen, die auf die spezifischen Anwendungsfälle der Kunden angepasst werden können, soll Ende März released werden.

Die nächsten Jahre werden geprägt sein von der fortschreitenden Entwicklung spezialisierter KI-Lösungen, mit denen ganz gezielt Probleme in verschiedenen Branchen angegangen und effizient gelöst werden können. Voraussetzung dafür ist, dass KI-Komponenten über die reine KI-Entwicklung hinaus als ein integrales Werkzeug des gesamten Software-Baukastens gedacht werden, ohne technische Spielereien, stattdessen mit echtem Nutzen für die Anwender*innen. Zur Effizienz der KI-basierten Lösungen trägt wesentlich bei, dass nicht bei bei jedem Kunden von vorne angefangen werden muss, sondern bestehende Modelle an die Kundenanforderungen angepasst werden können.

Genau diese Idee hatten die Geschäftsführer der Ende 2019 gegründeteten TamedAI GmbH, Ole Meyer und Nils Schwenzfeier. „Der Einsatz von vorkonfigurierten Modellen erlaubt es, den Aufwand zur Umsetzung der KI-Lösungen auf ein Minimum zu reduzieren. Lediglich die spezifischen Anforderungen der Kunden müssen individuell erhoben und integriert werden“, erklärt Ole Meyer das Grundprinzip. Das wesentliche Werkzeug dafür ist die TamedAI-Plattform: Auf ihr können Kunden ihre KI-Modelle verwalten. Die Plattform automatisiert verschiedene Tätigkeiten, die sonst manuell und damit zeitaufwendig erledigt werden müssten – zum Beispiel trainiert die Plattform im Hintergrund fortlaufend alternative Modelle und informiert den Kunden, wenn ein anderes Modell bessere Ergebnisse erzielt hat. Die Plattform wird im Laufe der nächsten Zeit sukzessive erweitert mit interessanten Features, um KI-Modelle effizient einsetzen und verwalten zu können.

„Wir haben als Doktoranden am Lehrstuhl für Software Engineering von Prof. Dr. Volker Gruhn seit einigen Jahren in verschiedenen KI-Projekten gearbeitet und dabei viele Erfahrungen sammeln können, wie derartige Lösungen angegangen werden müssen. Dadurch konnten wir mit State-of-the-Art-Technologie arbeiten und wurden gleichzeitig durch die Anforderungen aus der industriellen Realität geerdet“, erläutert Nils Schwenzfeier. In dieser Zeit konnten sie auch unterschiedliche Methoden, Werkzeuge und Vorgehensweisen wissenschaftlich auf ihre Effektivität hin überprüfen. Alle Erfahrungen fließen in die TamedAI, um ihren Kunden eine Mischung aus aktuellster Technik gepaart mit einem Bewusstsein für die Notwendigkeit wirtschaftlich sinnvoller Lösungen zu bieten.

Momentan steht der Release der TamedAI-Plattform im Vordergrund, der für Ende März geplant ist. Parallel dazu soll das Team vergrößert werden, das neben Know-how in der KI- und Software-Entwicklung auch Kenntnisse von ausgewählten Branchen haben soll, um zielgerichtet auf die jeweiligen Anforderungen eingehen zu können.

Über das Unternehmen

Die TamedAI GmbH wurde von Ole Meyer und Nils Schwenzfeier Ende 2019 aus dem Lehrstuhl für Software Engineering an der Universität Duisburg-Essen ausgegründet. Am Lehrstuhl von Prof. Dr. Volker Gruhn haben die beiden Doktoranden die fachlichen und praktischen Grundlagen für ihr Unternehmen gelegt. Ihr Ziel ist es, Kundenanforderungen effizient mit KI-Algorithmen zu lösen, ohne technische Spielereien, sondern mit wirtschaftlichem Nutzen für die Kunden. Unterstützt werden sie von Prof. Dr. Volker Gruhn und Dr. Marc Hesenius (ebenfalls Lehrstuhl für Software Engineering). Ende März wird die TamedAI-Plattform ihren ersten Release haben. Weitere Informationen finden Sie unter https://tamed.ai/.

Ole Meyer

Nils Schwenzfeier

Dr. Marc Hesenius

Prof. Dr. Volker Gruhn