Studium

Anwendungsnah studieren heißt: Besser vorbereitet sein in Theorie und Praxis.
Wir leben in Zeiten technologischer Innovationsverdichtung. Maschinenelles Lernen, 5G-basierte Kommunikation, das Internet der Dinge, Techniken der virtuellen und augmentierten Realität haben Auswirkungen auf Geschäftsmodelle und die Struktur von Softwaresystemen. Dynamische Veränderungen in diesen Forschungsbereichen sowie in den Anforderungen aus der Wirtschaft integrieren wir unmittelbar in die Inhalte unserer Lehre. So bleiben Vorlesungen und Seminare immer nah am Puls des Fortschritts.

Abschlussarbeitsthemen

Evaluation UI-orientierter Spezifikationssprachen im Kontext von Augmented Reality (BA/BP)

Motivation

Augmented Reality ist eine vielversprechende Technologie, die bereits in vielen Anwendungsgebieten vorteilhafte Effekte hervorruft, realisiert durch die Anreicherung der physischen Welt um virtuelle Inhalte. Die Charakteristika der Technologie ermöglichen komplexe User Interfaces mit neuartigen Interaktionsformen, die jedoch auch Herausforderungen in ihrer Entwicklung hervorrufen.

Die Modellierung von Nutzerschnittstellen ist bereits seit vielen Jahren Gegenstand der Forschung und resultiert oft in abstrakten Spezifikationssprachen, die die Beschreibung, Modifikation und Implementierung von User Interfaces erleichtern sollen.

Problemstellung

In der Wissenschaft findet sich bereits eine Vielzahl an UI-orientierten Spezifikationssprachen, die meist etablierte Technologien fokussieren, wie Web- oder klassische Desktop-Anwendungen. Ansätze umfassen hierbei u.a. textuelle oder modell-basierte Ansätze. Augmented Reality Anwendungen weisen jedoch neue Anforderungen an User Interfaces auf, wie neuartige Interaktionsformen und insbesondere die Interaktion mit physischen Artefakten im dreidimensionalen Raum. Die Anwendbarkeit bestehender Spezifikationssprachen auf die AR-Technologie ist somit nicht sichergestellt und resultiert in notwendige Erweiterungen bestehender oder in die Definition neuer AR-orientierter Spezifikationssprachen.

Im Rahmen der Abschlussarbeit soll zunächst ein Überblick über etablierte UI-orientierte Spezifikationssprachen generiert werden, indem verschiedene Spezifikationssprachen recherchiert und anhand eigens definierter Kategorien verglichen werden. Die Anwendung der Rechercheergebnisse soll Anhand der Bewertung der Anwendbarkeit recherchierter Spezifikationssprachen auf die Entwicklung von AR-UIs erfolgen, insbesondere hinsichtlich notwendiger Anpassungen. Die prototypische Implementierung einer AR-UI unter Verwendung einer recherchierten UI-Spezifikationssprache soll hierbei die Grenzen und notwendigen Anpassungen der Spezifikationssprache verdeutlichen.

Zielsetzung

  • Recherche von etablierten UI-orientierten Spezifikationssprachen
  • Vergleich recherchierter Spezifikationssprachen anhand eigens definierter Kategorien
  • Bewertung der Anwendbarkeit der Spezifikationssprachen im AR-Kontext
  • Prototypische Implementierung einer AR-UI unter Verwendung einer recherchierten Spezifikationssprache

Hinweis

Die ausgeschriebene Abschlussarbeit kann auch als Bachelorprojekt bearbeitet werden. Hier liegt der Fokus dann insbesondere auf der Implementierung einer AR-UI auf Basis einer ausgewählten UI-Spezifikationssprache. Der "Vergleich" sowie die "Bewertung" der Spezifikationssprachen würden in diesem Fall entfallen bzw. kürzer ausfallen.

Literatur

[1] Jan Van den Bergh, Kris Luyten, and Karin Coninx. 2011. CAP3: context-sensitive abstract user interface specification. In Proceedings of the 3rd ACM SIGCHI symposium on Engineering interactive computing systems (EICS '11). Association for Computing Machinery, New York, NY, USA, 31–40. DOI:https://doi.org/10.1145/1996461.1996491

[2] Robert J. K. Jacob, Leonidas Deligiannidis, and Stephen Morrison. 1999. A software model and specification language for non-WIMP user interfaces. ACM Trans. Comput.-Hum. Interact. 6, 1 (March 1999), 1–46. DOI:https://doi.org/10.1145/310641.310642

[3] Na Liu, John Hosking, and John Grundy. 2007. A visual language and environment for specifying user interface event handling in design tools. In Proceedings of the eight Australasian conference on User interface - Volume 64 (AUIC '07). Australian Computer Society, Inc., AUS, 87–94.

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