SE-Mitarbeiter auf der ICSE 2019, 25.-31. Mai, Montréal

Die Internationale Konferenz für Softwaretechnik (ICSE) ist die führende Konferenz für Softwaretechnik, auf der Expert*innen aus Forschung, Praxis und Pädagogik  zusammenkommen, um die neuesten Forschungsergebnisse, Innovationen und Trends zu präsentieren, zu diskutieren. Auch Mitarbeiter vom SE-Lehrstuhl waren mit Vorträgen vertreten.


Stefan Gries: Modeling Semantic Dependencies to allow Flow Monitoring in Networks with Black-box Nodes

Vorgetragen im Rahmen des 5th International Workshop on Software Engineering for Smart Cyber-Physical Systems @ ICSE 19, Montreal

Cyber-Physical Systems sind verteilte, heterogene Systeme, die über Netzwerke kommunizieren und Daten austauschen. Dadurch entstehen semantische Abhängigkeiten zwischen den einzelnen Komponenten. Im Fehlerfall ist es schwierig, die Ursache eines auftretenden Fehlers zu identifizieren, der sich aufgrund dieser zugrunde liegenden Abhängigkeiten ausbreitet. Tools wie der Information Flow Monitor lösen dieses Problem, erfordern jedoch die Einhaltung eines Protokolls. Knoten, die dieses Protokoll nicht einhalten, verhindern, dass Fehler nachverfolgt werden. In seinem Vortrag stellte Stefan Gries deshalb eine Möglichkeit vor, diese Black-Box-Knoten mit einem Abhängigkeitsmodell zu überbrücken und sie weiterhin in Überwachungstools verwenden zu können.

 

Dr. Marc Hesenius: Towards a Software Engineering Process for Developing Data-Driven Applications

Vorgetragen im Rahmen des 7th International Workshop on Realizing Artificial Intelligence Synergies in Software Engineering @ ICSE 19, Montreal

Maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz ermöglichen die Entwicklung eines neuen Anwendungstyps, der verborgene Muster automatisch erkennt, große Datenmengen verarbeitet und Daten nach den oben genannten Mustern klassifiziert. Sie bieten interessante Lösungen für verschiedene Probleme, stellen aber auch Softwareingenieure vor Herausforderungen, die für die Strukturierung des Entwicklungsaufwands zuständig sind. Die neuen Anwendungen erfordern die Einbeziehung zusätzlicher Spezialisten und ihrer Arbeit in einen Gesamtentwicklungsaufwand. Dr. Marc Hesenius schlug daher ein Software-Engineering-Verfahren für datengetriebene Anwendungen vor.

 

Ole Meyer: Towards Concept Based Software Engineering for Intelligent Agents

Vorgetragen im Rahmen des 7th International Workshop on Realizing Artificial Intelligence Synergies in Software Engineering @ ICSE 19, Montreal

Die Entwicklung von KI- und maschinellen Lernanwendungen auf branchenreifer Ebene unter Wahrung der Qualitäts- und Produktivitätsziele ist eine der größten Herausforderungen von heute. Die Forschung auf dem Gebiet der intelligents agents hat in den letzten Jahren viele Erfolge erzielt, insbesondere aufgrund verschiedener Verstärkungstechniken, und verspricht einen hohen Nutzen in Zeiten der Automatisierung und autonomer Systeme. Um sie in die Produktion zu bringen, ist jedoch eine Optimierung nach vielen anderen Kriterien als nur der Genauigkeit erforderlich. Dies führt zum aufstrebenden Bereich des Machine Learning. Viele der dort verwendeten Ziele kennen wir bereits aus der Software-Engineering-Forschung, die in den letzten Jahrzehnten zu vielen etablierten Prinzipien geführt hat. Eine davon ist die komponentenbasierte Entwicklung, deren Idee ein interessantes Gegenstück zum hierarchischen Bestärkungslernen findet. Ole Meyer konnte, stellvertretend für alle Beteiligten des SE-Lehrstuhls, zeigen, dass beide Bereiche voneinander profitieren können. Er führte den Ansatz des konzeptbasierten Software-Engineerings ein, der darauf ausgerichtet ist, Produktivitäts- und Qualitätsziele bei der Entwicklung solcher Systeme zu unterstützen.