4. Oktober 2019

BlockcEntive

Übergreifendes Ziel des Projektes BlockcENtive ist die Erforschung und grundlegende Evaluation einer tief-greifenden Anwendung von Blockchain-Technologie im Energiesektor mit einem Fokus auf den Gassektor, um damit Effizienzsteigerungen in großem Umfang zu ermöglichen. Dazu wird ein Mechanismus zur Verwaltung von Entnahmerechten von Energie (Erdgas) kombiniert mit einem Anreizmechanismus zur Stabilisierung der Gasnetze. Die grundlegende Technologie hierfür ist eine Blockchain. 

Ein derartiger Einsatz von Blockchain-Technologie im Gasmarkt hat das Potenzial, massive Effizienzsteigerungen im Sinne einer zukunftsweisenden und nachhaltigen Energiewende zu ermöglichen und zudem Energieeinsparungen beim Transport des Gases zu bewirken, welche mit ca. 500 GWh pro Jahr quantifiziert werden können. Bilanzierung und Handel von Erdgas könnten so auf ein grundlegend geändertes Fundament gestellt werden. 

Gleiches gilt für den Einsatz von Regelenergie, für die Zertifizierung erneuerbarer Energien (Biogas, Wasserstoff etc.), für die Einbeziehung von Prosumern und Endverbrauchern (bspw. Gaskraftwerk, Chemiepark, Heizkraftwerk, Großbäckerei mit Gasverbrauch, Erdgastankstelle etc.) und für die Nutzung des Gasnetzes als Energiespeicher für überschüssigen Strom. 

Im Zuge des Projektes werden zudem erste Überlegungen zur Übertragung des Konzeptes auf den Strommarkt und auf einen übergreifenden Strom- und Gasmarkt vorgenommen. Durch den Einsatz von Blockchain-Technologie können dabei – im Gegensatz zu klassischen Datenbank-Lösungen – effiziente Sicherheitsmechanismen geschaffen werden, welche Manipulationen der Entnahmerechte von Energie und des Anreizmechanismus verhindern. 

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie vom 01.01.2019-31.12.2020 gefördert.

Ansprechpartner:
Florian Blum