4. Oktober 2019

BIMcontracts

Ziel des Projektes ist es, durch die Verknüpfung der Blockchain-Technologie mit digitalen Bauwerksmodellen (BIM) das Zahlungs- und Vertragsmanagement innerhalb von Bauprojekten einfacher, transparenter und automatisierter zu gestalten und damit zu einer Effizienzsteigerung und Reduktion der Insolvenzquoten beizutragen. Bauprojekte können die Beauftragung mehrerer hundert Einzelfirmen erforderlich machen, die zu einem komplexen Wertschöpfungsnetzwerk zusammengebunden werden. Die Abwicklung der damit verbundenen komplexen Vertragskonstellationen führt in der Praxis zu großen Schwierigkeiten, insbesondere was die Zurverfügungstellung von Zahlungen und die Aufrechterhaltung der Liquidität aller Beteiligten angeht. Dies ist ein maßgeblicher Grund dafür, warum das deutsche Baugewerbe durch eine hohe Insolvenzquote und erhebliche Forderungsverluste geprägt ist. Hierdurch entstehen volkswirtschaftliche Schäden, die die mittelständische Wirtschaft im Bauhaupt- und Ausbaugewerbe bedrohen.

In dem Teilprojekt der UDE werden die Software-Architektur der BIMcontracts und Prozesse zur automatisierten Erstellung von projektspezifischen Smart-Contract-Netzwerken erarbeitet. Die anvisierte Software-Architektur stellt dabei eine Balance zwischen zentralen (Server) und dezentralen Elementen (Smart-Contracts auf der Blockchain) dar, um die Vorteile beider Bereiche zu nutzen. Mit Hilfe von Smart-Contract-Netzwerke soll das Vertrags- und Zahlungsmanagement transparenter und effizienter gestaltet werden. Projektpläne sollen automatisch in Smart-Contracts überführt werden, Arbeitsaufläufe und Aufgabenzuordnungen definiert werden und bei Fertigstellung und Abnahme entsprechende automatisierte Zahlungen an die Unternehmer geleistet werden.

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) vom 01.07.2019 bis 30.06.2022 gefördert.