Förderprojekt „Symphony“ startet in die zweite Phase

In dem Forschungs- und Entwicklungsprojekt „Symphony“ soll ein Online-Marktplatz geschaffen werden, auf dem Unternehmen künftig IP-basierte IKT-Dienste vergleichen, auswählen, kombinieren, buchen und verwalten können. Die dazugehörigen Geschäftsvorfälle müssen dann nicht mehr mit jedem einzelnen Anbieter separat abgewickelt werden.
Die Komplexität der Interaktion wird vor dem Kunden durch die Symphony-Oberfläche verborgen. Dabei geht es um solche derzeit in KMU meist isoliert voneinander genutzte Anwendungen wie z.B. virtuelle Telefonanlagen, automatische Anrufverteilung (ACD) oder CRM-Systeme, die über die Symphony-Plattform aus einer Hand verfügbar gemacht werden.
Die erste Phase des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) geförderten Forschungsvorhaben „Symphony“ wurde nach zweijähriger Laufzeit im August 2016 erfolgreich abgeschlossen. Zentrales Ergebnis der Phase I war der exemplarische Nachweis der grundsätzlichen Machbarkeit der generischen technischen Kombination zweier komplexer TK-Diensttypen auf Basis einer ontologischen Beschreibung im Hinblick auf gemeinsame Konfiguration und Signalisierung.
Dieses Zwischenergebnis hat das Projektkonsortium in mehreren Veranstaltungen und Messen, u.a. der Call Center World und der CeBIT, der Fachöffentlichkeit präsentiert und sehr positive Rückmeldungen erhalten. Das gilt vor allem für die Anbieter von IKT-Diensten, aber auch für potenzielle Anwender aus dem KMU-Bereich.
Die vom BMWi geförderte zweite Symphony-Projektphase (September 2016 bis August 2018) konzentriert sich nun darauf, das Spektrum der zu integrierenden IKT-Dienste erheblich zu erweitern und damit die Basis für ein IKT-Ökosystem ohne einzelne beherrschende Player zu schaffen.
Als Querschnittsaktivität spielen Aspekte der Standardisierung dabei eine zentrale Rolle. Hierfür wurde mit dem DIN e.V. ein in diesem Feld ausgewiesener Akteur als neuer Konsortialpartner gewonnen.
Aus wirtschaftlicher Perspektive betrachtet, stellt die Entwicklung und Prüfung von Geschäftsmodellen und Abrechnungsprozessen einen weiteren wichtigen Baustein der zweiten Projektphase dar. Die Einbeziehung aller wichtigen Stakeholder – sowohl der Diensteanbieter als auch der potenziellen Kunden bzw. Anwender – ist sowohl für die technischen als auch für die geschäftlichen Aspekte in der zweiten Projektphase unabdingbar. Die entsprechenden Vernetzungsaktivitäten, die in der ersten Phase bereits erfolgreich gestartet wurden, sollen nun ausgeweitet und vertieft werden.
Dem Projektkonsortium gehören neben dem paluno – The Ruhr Instiute for Software Technology der Universität Duisburg/Essen (Konsortialführer) die Firmen IN-telegence GmbH (Köln) und adesso AG (Dortmund), der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten VATM e.V. sowie das Deutsche Institut für Normung DIN e.V.an. Für das übergreifende Projektmanagement sowie die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist die Firma proXperts.