19. Dezember 2016

Promotion

Promotionsprozess

Der Promotionsprozess am Lehrstuhl für Software Engineering, insb. mobile Anwendungen ist klar strukturiert. Durch eine enge Betreuung in thematisch passenden Kleingruppen und die Unterteilung des Prozesses in Quality Gates (QG) werden die Doktoranden bestmöglich auf ihrem Weg zur erfolgreichen Promotion begleitet. Der Prozess gliedert sich in fünf Quality Gates, die zu einem bestimmten Zeitpunkt im Anstellungsverhältnis erreicht sein sollen. Für die Abnahme dieser Meilensteine sind jeweils der Lehrstuhlinhaber und die Gruppenleiter der Forschungsbereiche zuständig.

QG1: Themenskizze erstellen
QG2: Proposal schreiben
QG3: A-Veröffentlichung planen
QG4: Annahme der ersten Veröffentlichung
QG5: A-Veröffentlichung einreichen

Neben der Strukturierung durch Quality Gates gibt es am Lehrstuhl weitere Instrumente, die den Promotionsprozess unterstützen:

  • Wöchentliche Kleingruppenmeetings
  • Monatliche Doktoranden-Kurzchecks
  • Halbjährliche Doktorandenseminare
  • Halbjährliche individuelle Feedbackgespräche
  • Sabbatical
  • Schreib- und Methodenworkshops

Einen Flyer mit einer detaillierten Beschreibung der Quality Gates finden Sie hier zum Download.

Die Themenskizze

Im Quality Gate 1 wird kurz und knapp auf fünf Folien die Promotionsidee skizziert. Neben der Bearbeitung eigener Ideen ist auch eine initiale Zuweisung eines Themengebiets möglich. Das Quality Gate 1 soll spätestens sechs Monate nach Beschäftigungsbeginn erreicht sein.

Inhaltlich werden hier folgende Punkte umrissen:

  • Problemkontext, inklusive Relevanz für die Forschung
  • Forschungshypothese und Forschungsfrage
  • Verwandte Forschergruppen und deren Ansätze (Wissenschaftliche Community, deren Journale, Konferenzen und Key Player)
  • Lösungsansatz und anzustrebende Lösungselemente (Konzept, Werkzeug, Experiment und Validation)
  • Risiken (inhaltlicher und methodischer Art) für den erfolgreichen Abschluss der Promotion

Das Proposal

Im Proposal wird die Idee der Themenskizze aufgegriffen und auf 15 Seiten „echtem“ Text präzisiert. Das Quality Gate 2 soll spätestens 18 Monate nach Beschäftigungsbeginn erreicht sein. Muster und Templates zur Erstellung eines Proposals stehen zur Verfügung.

Inhaltlich werden hier folgende Punkte umrissen:

  • Problemkontext, inklusive Relevanz für die Forschung
  • Forschungshypothese und Forschungsfrage
  • Verwandte Forschergruppen und deren Ansätze
  • Lösungsansatz und anzustrebende Lösungselemente (Konzept, Werkzeug, Experiment und Validation)
  • Originalität des vorgeschlagenen Ansatzes
  • Zeitplan
  • Literatur

Die Planung der A-Veröffentlichung

Die Planung einer A-Veröffentlichung beinhaltet die Vorbereitung eines Papers für eine sehr gute Konferenz oder ein sehr gutes Journal. Das geplante Vorgehen soll spätestens 18 Monate nach Beschäftigungsbeginn auf zwei bis drei Seiten dargestellt werden. Welche Veröffentlichungsmöglichkeiten als sehr gut gewertet werden, ist mit dem Lehrstuhlinhaber und den Gruppenleitern abzustimmen. Darüber hinaus soll diese Planung im Rahmen des halbjährlich stattfindenden Doktorandenseminars nach folgenden Punkten vorgestellt werden:

  • Detaillierte Gliederung des Papers:
    Artikelstruktur, inklusive Skizze der einzelnen Argumentationsschritte. Welchen Beitrag will ich beschreiben und wie seinen Nutzen aufzeigen?
  • Identifikation der noch fehlenden Bausteine und Maßnahmen zu ihrer Bereitstellung:
    Skizzierung der Arbeitsschritte (inklusive Zeitplan) die vor dem Verfassen des Papers noch erforderlich sind. Was muss ich dazu bis wann und wie tun?
  • Planung des internen QS- und Review-Prozesses:
    An welchen Kriterien lässt sich der Arbeitsfortschritt bzw. die Veröffentlichungsreife feststellen? Wann soll dies geprüft werden?
  • Auswahl fokussierter A-Konferenzen oder Journale: Warum diese Konferenz oder dieses Journal? Welche Qualitätsindikatoren sprechen für oder gegen die gewählte Veröffentlichungsmöglichkeit?

Die erste Veröffentlichung

Hier wird die Annahme einer ersten Veröffentlichung fokussiert. Das Quality Gate 4 soll spätestens 24 Monate nach Beschäftigungsbeginn erreicht sein. Die formale Freigabe erfolgt durch den Lehrstuhlinhaber und die Gruppenleiter nach Bestätigung der Konferenzauswahl und internem Review des Papers vor Einreichung. Ziel ist eine Veröffentlichung auf einer B-Konferenz, einem sehr guten Workshop oder einem Doctoral Symposium. Hierfür sind folgende Punkte erforderlich:

  • Umfang von mindestens vier Seiten im A4-/Letter-Format
  • Peer-Review
  • Verlagsveröffentlichung (ACM, IEEE, Springer o. Ä.)
  • Bei Co-Autorschaft: wesentlicher Eigenanteil am Paper

Einreichung der A-Veröffentlichung

In diesem Meilenstein steht die Einreichung der A-Veröffentlichung an. Das Quality Gate 5 soll spätestens 30 Monate nach Beschäftigungsbeginn erreicht sein. Die formale Freigabe erfolgt durch den Lehrstuhlinhaber und die Gruppenleiter nach Bestätigung der Konferenzauswahl und internem Review des Papers vor Einreichung. Hierfür sind folgende Punkte erforderlich:

  • Umfang von mindestens acht Seiten im A4-/Letter-Format
  • Peer-Review
  • Verlagsveröffentlichung (ACM, IEEE, Springer o. Ä.)
  • Bei Co-Autorschaft: wesentlicher Eigenanteil am Paper

Abgeschlossene Promotionen

Dr. Tobias Griebe, 2017, “Methode und Technologie zur modellbasierten Automatisierung von Tests kontextsensitiver mobiler Anwendungen”, Uni Duisburg-Essen

Dr. Bettina Biel, 2017, “Analyse der softwarearchitektonischen Unterstützung der Usability mobiler Anwendungen”, Universität Duisburg-Essen

Dr. Christoph Hannebauer, 2016, “Contribution Barriers to Open Source Projects“, Universität Duisburg-Essen

Dr. Marian Benner-Wickner, 2016, “Agenda-driven Case Management”, Universität Duisburg-Essen

Dr. Thomas Richter, 2012, “Analysis and Optimization of Mobile Business Processes”, Universität Duisburg-Essen

Dr. André Köhler, 2012, “Mobile Process Landscaping”, Universität Leipzig

Dr. Tobias Brückmann, 2011,”Model Driven Development and Maintenance of Business Logic for Information Systems”, Universität Leipzig

Dr. Malte Hülder, 2010, “Context aware support for mobile information systems”, Universität Leipzig

Dr. Ralf Laue, 2009, “Musterbasierte Überprüfung der Qualitätseigenschaften von Geschäftsmodellen”, Universität Leipzig

Dr. Matthias Book, 2009, “Dialog Flow Specification and Control for Web Applications”, Universität Leipzig

Dr. Asvin Goel, 2007, “Fleet telematics : real-time management and planning of commercial vehicle operations”, Universität Leipzig

Dr. Thorsten Weber, 2006, “Software-Referenzarchitekturen für Geschäftsmodelle des e-Business unter besonderer Beachtung ihrer Erlösmodelle”, Universität Leipzig

Dr. Mariele Hagen, 2005, “Definition einer Sprache zur Beschreibung von Prozessmustern zur Unterstützung agiler Softwareentwicklungsprozesse”, Uni Leipzig

Dr. Sami Beydeda, 2003, “The self-testing COTS components (STECC) method”, Universität Leipzig

Dr. Ursula Wellen, 2002, “Process Landscaping: Eine Methode zur Modellierung und Analyse verteilter Softwareprozesse”, TU Dortmund