11. April 2018

MEDUSA

Das Projekt MEDUSA (Medizin- und Verkehrstelematik für die präklinische und klinische Maximalversorgung von Schwerstverletzten in Nordrhein-Westfalen) wird im Rahmen des NRW-Leitwettbewerbs „Gesundheit.NRW“ vom Land Nordrhein-Westfalen durch Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) 2014 – 2020 „Investitionen in Wachstum und Beschäftigung“vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2019 gefördert.

Neben dem Lehrstuhl für Software Engineering beteiligen sich auch die GeoMobile GmbH, die Westfälische Wilhelms-Universität Münster und das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML an dem Projekt.

Im Bereich der dezentralen medizinischen Notfallversorgung bestehen für Spezialfälle wie komplexe Trauma- oder Brandverletzungen noch keine medizin- und verkehrstelematischen Unterstützungskonzepte. Durch die Expertise in den Maximalversorgungseinrichtungen der BG-Kliniken und Universitätskliniken besteht jedoch ein hohes Potenzial der telematischen Unterstützung für das Notfallpersonal am Unfallort.

Ziel des Projektes MEDUSA ist es, auf der Basis von Vorgängerprojekten zur Telematik, die technisch möglichen Umsetzungen zur hochinnovativen Bild-, Video- und Datenübertragung für die Anamnese-, Diagnose- und Therapieunterstützung von Schwerstverletzten zu entwickeln und zu pilotieren. Dadurch soll eine Vernetzung zwischen Notärzten vor Ort und stationärem Arztpersonal der Maximalversorger (BGU, UK) entstehen.

Auf diese Weise wird die medizinische Diagnose insbesondere für sehr seltene Fälle, zum Beispiel schwere Verbrennungsverletzungen, mit Hilfe der stationären Expertise der Maximalversorger telematikunterstützt am Unfallort eingebracht, um schnelle und effektive Therapie- und Transportentscheidungen treffen zu können. Gleichzeitig wird die Vorbereitung der klinischen Aufnahme und Patientenversorgung durch ein Maximum an Informationen unterstützt.

Im Rahmen dieses Teilvorhabens analysiert und portiert der Lehrstuhl für Software Engineering die im Vorgängerprojekt MA-RIKA entwickelten softwaretechnischen Komponenten. Diese werden als Basis für die weitere Entwicklung eingesetzt und für die entsprechende Verwendung vorbereitet. Darüber hinaus wird die Prozessanalyse durchgeführt und die Ergebnisse in Form eines Pflichtenhefts (Backlog) dokumentiert. Zusätzlich werden die Grundlagen zur Integration der VR/AR-Aspekte gelegt und die technischen Komponenten konzipiert und implementiert.

Dieses Vorhaben wurde aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

Ansprechpartner:
Ingo Börsting